Biznis-Guide für Underdogs

10. Dezember 2021

Dass genug Para im Elternhaus die Zukunftsplanung massiv beeinflusst, wissen wir Arbeiterkinder am besten. Ich bin keine Karriereexpertin, habe jedoch trotz Startschwierigkeiten als absolut ahnungsloses Kind eines Reifenmonteurs und einer Schuhverkäuferin immerhin (inshallah bald) zwei Masterabschlüsse in der Tasche. Auch ich hätte als Kind meine Diddl darauf verwettet, später maximal in einem der Millennium City-Shops arbeiten zu dürfen. Eh nichts schlimmes dabei, aber aufregendere Jobs außerhalb der Bubble, wie Journalistin, Diplomatin oder Projektleitung, zog ich früher nicht einmal in Erwägung. Arbeit bedeutete bloß „über die Runden kommen“, nicht Freude. Fast Forward: Ich schreibe seit 2016 für Magazine, habe nun eine Kolumne und arbeite derzeit in Skopje an der Österreichischen Botschaft. Hätte das jemand meinem pragmatischen Kindheits-Ich erzählt, hätte es gelacht. Auch das erste Uni-Diplom kam unerwartet. Ich war eine faule Schülerin, nahm die Studienzeit aber, aus Panik vor späteren Existenzängsten unfassbar ernst. Das Resultat dieser Brain-Fuckery ist immerhin eine Ansammlung von Tipps rund um Organisation, Förderungsmöglichkeiten und Arbeitsrechtsfragen mit Verarsch-Potenzial, die ich gerne mit fellow Arbeiterkindern teilen würde. Rumheulen bringt nichts und wenn uns das System uns nicht hilft, müssen wir uns gegenseitig helfen. Undedogs unite!

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