Das EAmperium schlägt zurück

19. November 2017

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Foto: EA

Battlefront 2 von EA ist graphisch bombastisch. Auch die fehlende Einzelspieler-Kampagne des ersten Teils ist behoben. Trotzdem sind die Spieler unzufrieden. 

Battlefront 2 spielt im Star Wars Universum, unmittelbar nach Episode VI - der Todesstern wurde gerade von den Rebellen zerstört, die Imperiale Flotte bei Endor vernichtend geschlagen. Wir haben diese Momente bisher immer als Rebellen erlebt. In Battlefront 2 sehen wir das aus der Perspektive der Verlierer. Als Elite-Kommandeurin des Imperiums mit dem klingenden Namen Iden Versio müssen wir ansehen, wie um uns das mächtige Imperium zerbröselt.

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Foto: EA

Die Single-Playerkampagne bringt alles, was das Star Wars Fanherz begehrt. Nach dem storytechnisch hohlen Battlefront 1 ist  das auch bitter nötig. Grafisch ist das Spiel eines der besten Games, die die PS4 zu bieten hat und mit dem Skywalker Sound im Rücken wäre eigentlich alles im grünen Bereich. Dennoch leistete sich EA einen groben Schnitzer bei einer der wichtigsten Franchise-Lizenzen überhaupt. Der Zorn der Spieler richtete sich gegen den Multiplayer Modus. Genauer gesagt gegen das Heldensystem.

Im Vorgänger konnten Helden, also Luke Skywalker und Darth Vader z.B, als zufällig verteilte Items auf den Multiplayer-Karten gefunden werden. In Battlefront 2 müssen die Helden mit im Spiel verdienten Credits freigeschaltet werden. Luke Skywalker zum Beispiel kostet lächerliche 60,000 Credits - um diese Summe zusammen zu bekommen, muss man schon ordentlich Lebenszeit in Battlefront 2 investieren.

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Foto: EA

Mikro Transaktionen erzeugen Mega Hate

Mikro-Transaktionen sind Kleinstbeträge, um die in einem Spiel besondere Goodies freigeschaltet werden können. Dies ist vor allem in den Multiplayer-Online Spielemodi interessant - so kann man sich durch spezielle Skins, besondere Waffen von der Online-Masse abheben.

Aufgrund des negativen Feedbacks zum Transaktionssystem hat EA die Notbremse gezogen und die Mikro-Transaktionen auf Eis gelegt. Wahrscheinlich hat an dieser Entschiedung auch Disney mitgewirkt, die keine negative Presse vor dem Launch des neuesten Star Wars Ablegers in den Kinos im Dezember brauchen kann.

Zu seinen Fehlern stehen

Es ist schön zu sehen, dass Spieleentwickler auf ihre Fans und Kunden hören. Klar hat man sich mit dem System ein bisschen verrant, aber noch rechtzeitig gegengesteuert und den Irrtum eingesehen. Auch andere große Publisher haben mit den Veröffentlichungen der letzten Zeit schmerzhaft lernen müssen, dass die Community sich längst nicht mehr alles gefallen lässt. Klar ist nach diesem Vorfall, dass sich die Sales-Abteilung bei EA etwas neues überlegen muss - auch in Hinsicht auf ein neues Battlefield in der Zukunft. 

Multiplayer macht multi-Fun

Herzstück von Battlefront 2 ist natürlich der Multiplayer. Und hier merkt man das Fachwissen von Dice/Motive/EA. Die Spielemodi wurden entrümpelt und nur die beliebstesten Spielarten haben es in die Fortsetzung geschafft. In 6 Spielemodi (Angriff, Gefecht, Sternenjäger-Kampf, Helden vs. Schurken, Arcade, Galaktischer Angriff) bleibt Raum für Abwechslung. Mein persönlicher Favorit ist der Sternenjäger-Kampf, weil es grafisch sehr gelungen ist, die Atmosphäre der Filme einzufangen.

 

Fazit

Atmosphärisch dicht, grafisch prächtig - Star Wars Battlefront 2 gehört eigentlich in die Sammlung eines Star Wars Fans. 

 

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