Der Koran ist schlimmer als "Mein Kampf"

30. März 2016

„Die Muslime sind wie eine Armee. Sie vergewaltigen Frauen und sie sind Terroristen. Es dauert nicht mehr lange, dann haben wir Krieg in Europa.“ Diese Worte stammen von der 29-jährigen polnischen Journalistin Miriam Shaded, die sich aktiv gegen den Islam, aber für Flüchtlinge einsetzt. Aber nur für christliche Flüchtlinge.  Shadeds Mutter ist Polin, der Vater Syrer. Mithilfe ihrer Stiftung Ester und in Zusammenarbeit mit der polnischen Regierung schaffte sie es, im letzten Jahr 60 syrische Familien nach Polen zu holen – aber eben nur christliche Familien. Ungefähr die Hälfte der Familien ist nach Deutschland weitergereist. Christen sind laut ihr die Menschengruppe, die im Nahen Osten den größten Gefahren ausgesetzt ist. Gleichzeitig wiederholt sie immer wieder, dass der Islam eine Gefahr für Europa ist. Muslimische Flüchtlinge heißt Miriam Shaded daher nicht willkommen. Sie würde sich wünschen, dass Flüchtlinge an der Grenze ihren Taufschein vorzeigen müssten. Christen könnte man dann ohne Probleme aufnehmen.

Der Islam ist schlimmer als der Nationalsozialismus

Polen ist ein homogenes Land, mehr als 95 Prozent sind katholisch, über 99,8 Prozent polnisch. Und gerade der Islam ist in Polen vor allem eins: unbekannt. Schätzungen gehen von rund 50.000 Muslimen im Land aus; das sind rund 0,1 Prozent der Bevölkerung. Etwa 11.600 Menschen haben bis Dezember letzten Jahres Asyl in Polen beantragt, die meisten davon aus Russland und der Ukraine. Weniger als 300 Syrer bekamen bis Oktober den Asylstatus. In Polen bekommt man von der Flüchtlingssituation also nicht besonders viel mit. Für die Polen ist der Islam also etwas Unbekanntes, keiner kennt sich wirklich aus, die Menschen haben Angst. Genau das wird von Shaded ausgenutzt. Sie meint, der Islam ist schlimmer als der Nationalsozialismus. Und da Nationalsozialismus illegal ist, sollte auch der Islam illegal sein. „Im Koran stehen mehr Hassbotschaften als in Hitlers 'Mein Kampf'“, sagt Shaded. In einem Interview für den polnischen Kanal "pudelek tv" erklärt sie, dass das Ziel des Islams der Jihad sei. Als sie von dem Interviewer darauf hingewiesen wird, dass das nicht stimmt, beruft sie sich auf einen Vers im Koran, der das behauptet. Als sie gefragt wird, wie viele Verse der Koran hat, hat sie keine Antwort darauf. Im Laufe des Interviews wird sie auch nach Quellen zu ihren Behauptungen gefragt – oft kann sie die Fragen nicht beantworten, weicht aus und beginnt zu stottern. In Syrien war sie übrigens noch nie. Ihre Informationen bezieht sie aus dem Internet. Und Beweise für ihre Thesen gäbe es auch in Europa. „Bei den Pariser Anschlägen konnten wir sehen, wohin das führt. Es liegt im Wesen des Islams, dass jeder gute Muslim zum Terroristen wird“, sagt sie.

Ein Volk, ein Reich, ein Ticket

Im September vergangenen Jahres wurde auch die rechtsorientierte Partei Korwin, benannt nach dem EU-Parlamentarier und Parteichef Janusz Korwin-Mikke, auf sie aufmerksam. Korwin-Mikke hat übrigens auch schon einmal mit dem Hitlergruß und dem Spruch "Ein Volk, ein Reich, ein Ticket" im EU-Parlament für Aufruhr gesorgt. „Ich kann mich mit der antiislamischen Einstellung der Partei identifizieren“, sagt sie heute, „und sie haben mir Unabhängigkeit für meine Themen – Flüchtlinge und Frauen – zugesichert.“ Dass Korwin-Mikke immer wieder gegen Frauen (“sie sollten kein Wahlrecht haben“) und Flüchtlinge (“menschlicher Abfall“) austeilt, hält sie nicht ab. Obwohl sie offiziell kein Mitglied ist, wird sie zum neuen Gesicht der Partei. Die Partei scheiterte nur knapp an der 5-Prozent-Hürde.

Muslime lügen, das lehrt sie der Koran.

Mittlerweile wird Shaded in Polen auf der Straße erkannt. Menschen wollen Selfies mir ihr machen. Ihre Facebook-Seite zählt schon über 45.000 Likes. „Viele danken mir dafür, dass ich sage, was alle denken“, sagt sie. Mit Muslimen hingegen hat die sie seit Jahren nicht gesprochen. Dazu gäbe es keinen Grund. „Muslime lügen, das lehrt sie der Koran. Falls sich ein Muslim anders verhält, ist er kein richtiger Muslim.“ Sie ist froh, dass die nationalkonservative PiS-Partei an der Macht ist. 6000 Euro investiert sie in jeden Flüchtling, der erfolgreich auf Christlichkeit geprüft wurde. Ironischerweise ist die Islamkritikerin somit die bekannteste Fluchthelferin des Landes.

 

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