FAR CRY6 Review: Revolution ist kein Kinderspiel

06. Oktober 2021

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(c) Ubisoft

Mit der nunmehr 6. Auflage von Far Cry bringt Ubisoft packende Action und eine hollywoodreife Story in die Wohnzimmer. Wer glaubt, eine banale Geschichte zwischen gut und böse serviert zu bekommen, irrt - Farcry 6 zeigt, dass die Welt aus Grautönen besteht.

Die Story

Das Setting des Spiels ist die Karibik-Inselgruppe Yara. Diese wird von "El Presidente" Antón Castillo (dargestellt von niemandem geringeren als Giancarlo Esposito, bekannt als Gustavo Fring aus "Breaking Bad") mit harter Hand regiert. Die Regierungen der Welt sehen darüber hinweg, denn nur auf dieser Insel wächst eine Pflanze, durch deren Anbau und Verarbeitung "Viviro" gewonnen wird - ein Medikament, mit dem Krebs behandelt werden kann.

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Die Herstellung ist gefährlich und kostet zahlreiche Menschenleben - die Castillo mit dem Leben seiner Bevölkerung bezahlt. Unsere (wahlweise weiblich oder männliche, in diesem Fall weibliche) Protagonistin Dani Rojas will sich zunächst ins Ausland absetzten, muss sich dazu aber zunächst mit den Aufständischen einigen.

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Das Gameplay

Das Gameplay ist "typisch" Far Cry - als First Person Shooter wandern wir durch die riesige Welt, nehmen gegnerische Hochburgen ein und helfen so den Aufständischen. Auf Guerilla-Pfaden nehmen wir Abkürzungen und flüchten vor Gegnern, treffen andere Aufständische und holen uns Nebenmissionen ab. Es ist uns überlassen, ob wir versuchen, schleichend an Gegnern vorbei zu schlüpfen oder ob wir in Rambomarnier alles in Schutt und Asche legen. Dabei helfen uns ausgefallene tierische Begleiter, wie zum Beispiel ein abgerichteter Kampfkrokodil die Oberhand zu behalten.

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Wie schon im Vorgänger sind die Gefechte realistischer - Gegner suchen Deckung und sind keine reinen Schießbudenfiguren. Großen Wert legt das Spiel darauf, das richtige Werkzeug zur richtigen Zeit zu verwenden - Ausrüstung und Bewaffnung kann auf einer Werkbank verbessert und angepasst werden. Damit soll der Spielerin oder der Spieler die größtmögliche Freiheit beim Gameplay eingeräumt werden.

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Es gibt keinen Skill-Tree mehr, Talente sammelt man im Spielverlauf ein. Um die Distanzen zu überwinden können wir auf allerlei Fahrzeuge zurück greifen. In hügeligen Gegenden kommen Pferde zum Einsatz - alle Fortbewegungsmittel können nicht nur äußerlich angepasst werden, sondern teilweise auch hochgerüstet werden.

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Inklusiver Shooter

Ich möchte in diesem Review ganz konkret auf die Anstrengungen von Ubisoft in Sachen der Diversität eingehen. Schon seit längerem inkludiert das Unternehmen in seine Spiele die menschliche Vielfalt: weibliche ProtagonistInnen, wechselnde sexuelle Ausrichtungen, diverse Ethnien und mehrdimensionale Charaktere lassen die Spieltwelt lebendig erscheinen.

Ich wünschte mir, alle Hersteller würden so viel Wert auf die Inklusivität legen wie Ubisoft. Diese Elemente wirken natürlich zusammen und sind keine aufgesetzten Schablonen, sondern fügen sich organisch in die jeweilige Spielwelt ein. So bringt das Unternehmen die Thematik passend in ihre Games ein, ohne damit irgendjemanden weh zu tun. Bravo!

Fazit

Far Cry 6 ist ein Shooter der neuesten Generation, dass seine Stärken nicht vergisst. Massenhafte Action gepaart mit einem Schuss Moralismus und Verantwortung in der Story zeigen, dass Rebellionen kein Kinderspiel sind und schwere Entscheidungen getroffen werden müssen. 

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