„Free Palestine“-Profilbild des Jungpolitikers soll zur Partei-Rauswurf geführt haben

21. Mai 2021

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Facebook-Profilseite von Resul Yigit (Foto: facebook.com)
Facebook-Profilseite von Resul Yigit (Foto: facebook.com)

Der türkise Jungfunktionär kam sich wie im falschen Film vor. Kurze Zeit, nachdem er ein "Free-Palestine"-Foto als Profilbild hochgeladen hatte, schmiss ihn seine Partei raus. Was ist da passiert?

 

Im Hinblick auf den aufflackernden Konflikt im Nahen Osten bekundeten zahlreiche Menschen ihre Solidarität mit der einen oder anderen Kriegspartei. Bundeskanzler Kurz ließ aus Solidarität die israelische Fahne hissen. Resul Yiğit, ein Jungpolitiker aus der Partei des Bundeskanzlers, postete ein „Free Palestine“-Flaggenbild auf seinem persönlichen Facebook-Account.

Während Kurz sowohl öffentliches Lob als auch sehr starke Kritik für diese Aktion bekam, kostet die Online-Solidarität von Yigit, dem früheren Geschäftsführer der Jungen Volkspartei (JVP) Favoriten, ihn womöglich die politische Karriere. Nachdem ein FPÖ-Politiker den Fall öffentlich aufbauschte, bekam der türkischstämmige Wiener einen Anruf aus der Parteizentrale. Er kann gehen, wurde ihm mitgeteilt, ohne einen bestimmten Grund zu nennen. „Wenn ein Bundeskanzler öffentlich beim Bundeskanzleramt die Flagge vom Israel dem Volk zeigen kann, dann bin ich auch davon überzeugt, dass ich als Politiker oder auch als normaler Bürger meine Meinungen diesbezüglich frei äußern kann“ so rechtfertigt Resul Yigit, der bis 2019 auch im ÖVP-Vorstand saß, seine Solidarität mit den Todesopfern der muslimischen Zivilbevölkerung im Staat Palästina. Die Details zu diesem Fall könnt ihr im Video drunter nachschauen.

 

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