Mehr Laptops braucht die Regierung

13. Juli 2020

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laptop und handy
William Iven, Pixabay

Der Shutdown wegen dem Corona-Virus hat große digitale Lücken offenbart. Doch nicht nur die einkommensschwachen Schichten haben keine Laptops, offensichtlich herrscht auch ein großer Mangel an Equipment an der Staatsspitze.

Die österreichischen Spitzenpolitiker brauchen eine Hardware-Offensive. Weder Gernot Blümel (ÖVP), noch Norbert Hofer (FPÖ) haben laut eigenen Aussagen einen "Firmenlaptop" gehabt. Auch in der aktuellen Regierung ist, zumindest Werner Kogler (Grüne) ohne Laptop unterwegs. Aber Kogler hat immerhin ein Tablet, mit dem er arbeiten kann. Blümel musste noch alles mit dem Handy machen.

Es zeigt sich, dass die digitale Kluft offensichtlich nicht nur die bildungsfremden Schichten trifft. Wenn selbst Spitzenpolitiker alles am Handy managen müssen, geht das auf die Dauer nicht gut. Für mehr als Whatsapp-Nachrichten braucht man häufig eine Tastatur. Staatssekretäre oder Minister werden sicherlich keine Masterarbeiten schreiben, aber zumindest Kommentare oder Hinweise in vorbereiteten Unterlagen hinterlassen. Gerade Norbert Hofer, in seiner Funktion als ehemaliger Minister u.a für Innovation, hätte hier besser gebrieft sein müssen.

Der Trend international geht ja in Richtung "paperless office", also so wenig unnötige Ausdrucke wie möglich zu produzieren. Dafür ist aber ein super organisiertes digitales Ablagesystem notwendig - sonst kann man schnell Dinge vergessen, wie die Aussagen von Gernot Blümel gezeigt haben. Außerdem ist eine Trennung von Arbeitsgeräten und privatem Handy auch eine Frage der Work-Life-Balance.

 

Titelfoto: 

Image by William Iven from Pixabay.com

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