Ode an die Donaustadt

03. Mai 2016

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Donau
photo by @leonieliza

Eine kleine Hommage an den (objektiv gesagt) besten Bezirk Wiens

 

Lachende Kinder springen in das kühle Nass der Alten Donau im Gänsehäufl, während sich ihre Eltern daneben glücklich sonnen. Nicht weit entfernt von ihnen machen sich ein paar 16-Jährige  aus, ob sie nun heute Bollwerk aka CC aka Nachtschicht gehen (kommen ja sowieso rein). Ich sitze nur daneben und esse genüsslich mein Eis vom Trento. Ach Donaustadt, wie sehr ich dich doch liebe!

FACTS

Dazu gibt es ja auch allerlei Gründe: Der Bezirk über der Donau ist nicht nur flächenmäßig der größte, sondern auch der grünste Bezirk Wiens. Egal, ob schwimmen in der Donau, spazieren in  der Lobau oder chillen am Mühlwasser: Mit den ersten Sonnenstrahlen nach dem Winter findet man so ziemlich jeden Donaustädter im Grünen. Es sei denn, man ist gerade im Donauzentrum (auch liebevoll mal ,,Dezi‘‘ genannt) oder im ,,Plex‘‘ (für alle Nicht-Donaustädter: Donauplex).

,,Gemma Plex‘‘

Das Dezi kann man als sogenannten Hotspot des 22. bezeichnen. Mit über 200 Geschäften findet man nicht nur den einzigen Hollister Wiens (wobei dieser Hype mit den meterlangen Schlangen davor auch schon so schnell wieder vorbei war, wie er gekommen ist), sondern auch Juicebars, zig Schuhgeschäfte und ab und an mal eine Modenschau. Doch um spätestens acht Uhr schließen die Geschäfte und man wechselt..ins Plex. Dort ist dann ein großer Teil der Donaustädter Jugend vorzufinden: Trinkend im Segafredo, shisharauchend im Titan oder sich den Magen vollstopfend im Saloon. Danach geht man vielleicht noch Tanzpalast (or nah) oder einfach nur ins Kino. Doch so gegen zwölf Uhr ist Freitagabend hier auch nichts mehr los.

,,Sie fragt woher ich komm? 1220 Wien‘‘

Nicht nur der stets verneinende Cloudrapper Yung Hurn stammt aus der Donaustadt, nein, auch mit David Alaba können wir uns rühmen. Ja es stimmt: Er ging in die Asperner Ganztagsvolksschule Hammerfestweg  und später ein paar Jahre in das Polgargymnasium (beste Schule ever), während er auch seine Fußballanfänge im SV Aspern machte. Ein echter Star made in Donaustadt also.

Doch nicht nur Aspern, sondern auch Stadlau, Essling Kaisermühlen, Breitenlee, Hirschstetten, Süßenbrunn und Kagran könne sich durchaus mit ihren Sehenswürdigkeiten blicken lassen: UNO-City, Hirschstettner Badeteich, Schloss Essling - wo gibt es sonst noch diese kulturelle Vielfalt?

Wir sind unser eigenes Wien, oida

So haben wir Donaustädter auch keinen Grund, uns wegen Leuten aus den anderen Bezirken aufzuregen, die meinen: ,,Ihr wohnts doch in Narnia!‘‘ oder ,,Donaustadt gehört nicht mehr zu Wien.‘‘

Wir sind unser eigenes Wien, oida!

 

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