Wir sind mutig und entschlossen weiterzukämpfen!

02. Februar 2022

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Lena Schilling
Tweet von Klima-Aktivistin Lena Schilling zur Räumung des Protestcamps in der Seestadt. (Screenshot: Twitter/@LenaSchilling1)

Der monatelange Konflikt erreichte nun seinen Höhepunkt als gestern um 8 Uhr eine Hundertschaft der Polizei gegen zwölf Aktivist:innen aufrückte. Um den Unterstützer:innen der Aktivist:innen den Zugang zu erschweren, wurden die Öffis gesperrt. Dennoch fanden bis Mittag hunderte Menschen den Weg in die Seestadt. Sie bewiesen tatkräftig ihre Solidarität, besetzten Fahrzeuge und rissen Zäune nieder. Die Polizei hielt dagegen und setzte Pfefferspray ein. Offiziell wurden 48 Personen festgenommen. Die berühmt gewordene Pyramide rissen die Polizist:innen ab.

 

Als Schüler habe ich von 2008-11 die KMS Eibengasse in Aspern, besucht. Die Seestadt wurde von uns damals nur das „Feld“, auf welchem einst der Flughafen Aspern stand, genannt. Das Areal hat die Stadt Wien 2012 großflächig zum Wohngebiet ausgebaut und einen künstlichen See erschaffen. Die Einwohnerzahl des flächenmässig größten Wiener Gemeindebezirks stieg.

Für die Arbeiter:innen und Studenten:innen der Innenstadt wurde die U2 Verlängerung gebaut. Nun wünscht man sich, verständlicherweise, die Pendler aus den umliegenden Gebieten schneller in die Arbeit zu befördern. Wäre da nicht das Pariser Klimaschutzabkommen, welches Österreich unterschrieben hat. Die Klimaziele, die wir uns gesetzt haben, sind sowohl mit dem Bau des Lobau-Tunnels, als auch der Stadt-straße nicht vereinbar. Deswegen besetzten tausende Klima-Aktivist:innen die Baustelle in der Lobau. 

 

Degrowth Vienna
Bagger reißen die Unterschlüpfe der Aktivist:innen ab (Screenshot: Twitter/DegrowthVienna)

 

Die Aktivist:innen zeigen sich Kampfes-mutig und versammeln sich vor der SPÖ-Zentrale zu einer Kundgebung. „Die große Solidarität vor Ort bestärkt. Wir sind mutig und entschlossen weiterzukämpfen!“, twitterte die #LobauBleibt-Aktivistin Lena Schilling zu den Geschehnissen.

 

„Wir haben als Stadt Wien auf sämtlichen Ebenen seit Oktober versucht, in Gespräche mit den Besetzerinnen und Besetzern zu kommen. Es gab dazu unzählige Angebote, leider ohne Erfolg. Auch wir hätten uns eine friedliche Lösung gewünscht", so Thomas Keller, Abteilungsleiter der MA 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau).

 

 

 

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