Valentinstagsalarm bei Männern

11. Februar 2016

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nikola, biber, kommentar
Foto: Hristina Micevska

Kurz vor Valentinstag herrscht bei vielen Männern Defcon 2. Daran ist nicht nur der "Tag der Verliebten" schuld.

Achtung Männer, am Sonntag ist Valentinstag! Versetzt euch in Alarmbereitschaft, aber verharrt nicht in Schockstarre. In der Biologie wird dieser Zustand gerne auch „Totstellreflex“ genannt, was in diesem Zusammenhang auch passt, denn bevor man sich mit seiner Liebsten auf eine Diskussion einlässt, stellt man sich halt lieber tot. Debattieren macht keinen Sinn, zumal beide auf verschiedenen Ebenen miteinander reden. Während der Mann versucht, den Sinn des Valentinstags auf rationaler Ebene zu erfassen und nachzuvollziehen, argumentieren Frauen gerne auf jede, nur nicht auf rationale Weise. Um diese Situation auch den weiblichen Leserinnen plastischer darzustellen, hier ein kleiner Auszug:

Frau: „Du vergisst immer die wichtigsten Tage. Wir machen nie etwas.“

Mann:Schatzibärlibär, wir haben den internationalen Männertag ja auch nicht gefeiert. Diese Feiertage bedeuten mir nichts. Wir unternehmen ja auch so viel miteinander.“

Frau: „Ja, aber trotzdem.“

Mann: „Was meinst du mit „aber trotzdem“? Was ist am Valentinstag wichtiger als am internationalen Hodenkrebstag, den wir noch nie gefeiert haben?“  

Frau: „Da sagt man sich „Ich liebe dich!" und so, aber das hast du schon ur lange nicht zu mir gesagt.“

Es fällt auf, dass die Frau das letzte Wort hat. Um nicht negativ aufgefasst zu werden, versucht es der Mann mit einer schmeichelnden Einleitung wie jenem „Schatzibärlibär“, was sich gegen die gefährlichste rhetorische Waffen der Frau als warmes Lüftchen offenbaren wird. Schließlich gehört die weibliche Verallgemeinerung, neben Atomwaffen und Streumunition, zu den gefährlichsten und effektivsten Mitteln überhaupt. Dass da noch kein internationaler Sperrvertrag zustande gekommen ist, sollte nicht wundern, denn eine Unterzeichnung eines solchen Vertrags würde schon an der Frau des UNO-Vorsitzenden scheitern. Abgesehen davon bilden Übertreibungen, gepaart mit Generalisierungen, ein grausames, menschenunwürdiges Satzgebilde. Gut nachvollziehbar ist das bei dem Wort „immer“, das nicht nur den Anspruch auf eine allgemeingültige Theorie erhebt, sondern auch dermaßen übertrieben ist, dass jede Rechtfertigung des Mannes wie eine billige Ausrede wirkt.

Was ist nun die Schlussfolgerung und was kann man(n) dem entgegnen? Nun, um Atomkriege zu verhindern, sollte jeder Mensch bereit sein, alles Mögliche zu unternehmen. Wer dies mit geringstem Aufwand machen möchte, fährt einfach bei einer Tankstelle vorbei und kauft ein paar Blumen. Man muss hoffen, dass es dann aber nicht heißt: „Danke, aber du bringst mir immer nur Blumen zum Valentinstag.“

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