Von 0 to Hero!

15. Mai 2015

Erst vor 7 Monaten bin ich nach Österreich von Russland umgezogen. Damals konnte ich mir nicht vorstellen, wie sich mein Leben ändern wird….

1. Die komplizierten leichten Sachen!

Am Anfang fühlte ich mich oft hilflos. Ehrlich gesagt, das hat sich bis jetzt nicht geändert. In Russland habe ich mich daran gewöhnt, dass ich selbst alle meine Probleme lösen kann. Aber hier soll ich im neuen Land wieder lernen, die Menschen um Hilfe zu bitten. Vor kurzem, habe ich fast ganzen Tag damit verschwendet um ein Paar Rechnungen zu bezahlen. Und ich bin nicht mir sicher ob ich im nächsten Monat Gas und Wasser habe...

2. Das ist mein Leben und kein Urlaub!

Viele meine Bekannten fragen “Wie war dein Urlaub in Österreich?”. Aber ich wohne hier! Also, was soll ich antworten? Ich will nichts erklären, daher sage ich höflich “Oh, während diesem halben Jahr ist so viel passiert....“

3. Nochmal  ganz von vorne anfangen!

Man muss wirklich von Null an das Leben aufbauen! Nach dem Umzug in ein anderes Land verlieren wir unseren Alltag: der Lieblingsfriseur, den Sport Club neben dem Haus, die Lieblings Lebensmitteln- diese banalen Sachen muss man vom Neuen suchen.

4. Wechselkurs ist immer in meinem Kopf!

Ich denke immer an das Verhältnis von Rubel und Euro und vergleiche die Preise in den Geschäften in Russland und in Österreich! Mir scheint es, dass ich dieser Gewohnheit niemals entgehen kann!

5. Ganz crazy Öffnungszeiten!

Ich vergesse immer, dass die Geschäfte um 18.30 Uhr schließen! Schon zwei, oder drei Mal bin ich hungrig bis zum folgenden Morgen geblieben! Anders als in Moskau, wo viele Geschäfte 24 pro Tag arbeiten und wo du alles kaufen kannst, machen mich die österreichischen Öffnungszeiten wirklich verrückt und schlanker!

6. Die sprachliche Barriere für den Hund!

Nach dem Umzug lernst du immer die neue Sprache und vergisst die Muttersprache. Deutsch zu lernen nimmt bei mir so viel Zeit und die Kraft, trotzdem fühle ich, dass ich die Tiefe meiner Gedanken auf Deutsch nicht äußern kann. Manchmal fühle ich mich wie ein Hund, der alles versteht, aber nichts sagen kann. Und das ist wirklich ein seltsames Gefühl.

7. Alles ist jetzt möglich!

Seit dem Umzug weiß ich, dass man das Leben immer auf dem leeren Papier beginnen kann. Manchmal erschreckt es mich, manchmal tröstet mich es! Aber wer das schon einmal gemacht hat, beginnt wirklich an sich und die eigene Kräfte 100 Prozent zu glauben. Und das ist es Wert!

 

 

Ira Dyagileva ist derzeit die Stipendiatin der biber-Akademie. Sie ist russiche Journalistin, die seit 7 Monaten in Österreich lebt. Deswegen einfach ein Auge zu drücken, falls ihr den ein oder anderen Fehler in ihren Blogs entdeckt. Aller Anfang ist schwer und ihr seid bestimmt auch keine Profis in RussischUkrainisch und ein bisschen Polnisch oder?

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Kommentare

 

Ja, mit mir mit Essen am Anfang passiert die selbe!! ) Ich war hungrig abends) 

Aber man gewöhnt sich daran!) Und rechnet damit 

 

Toller Artikel! Viele Leute können sich sicher gar nicht vorstellen, was es bedeutet, in ein anderes Land zu ziehen.

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