Wackere Wikinger wagen weite Wege

23. November 2020

In Assassin’s Creed: Valhalla stampfen wir als wackerer Wikinger durch den skandinavischen Schnee und durch britische Siedlungen. Was tut sich im neuen Spiel, welche Neuigkeiten bringt das neueste Mitglied der Assassinen-Familie? 

Bereits seit Assassin’s Creed Origins streifen wir gen Norden: zunächst in Odyssey durchs antike Griechenland, sind wir inzwischen im kalten Norden angekommen. Doch was haben Wikinger mit Assasinen zu tun? Grundsätzlich erstmal relativ wenig. Erst durch die Hauptstory wird Eivor, ein wahlweise weiblicher oder männlicher Held, in die Geschichte hineingezogen. Eivor wächst als Waise auf – seine Eltern werden durch einen dramatischen Verrat getötet, und er bzw. sie sinnt auf Rache. Das erste Kapitel dient, wie üblich, zum Kennenlernen der Steuerung und der Spielmechanik. Und hier hat sich einiges getan.

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(c) Ubisoft

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(c) Ubisoft

Einerseits ist ein Ausdauer-Balken hinzugekommen, das bedeutet, dass wir nicht unendlich Kraft besitzen um Doppeläxte zu schwingen – der Kampf mit den Gegner wird dadurch strategischer. Andererseits heilt unser Charakter nicht mehr in Ruhephasen – wir müssen uns also aktiv um die Gesundheit unserers Assassinen kümmern.

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(c) Ubisoft

Ansonsten ist die Assassin’s Creed-Rezeptur nicht neu gemischt worden. Nachwievor erkunden wir zu Fuß, mit unserem Pferd oder mit unserem Vkingerschiff die große Open-World-Spielwelt und treffen auf Haupt- und Nebenaufgaben. Neu ist der "Basisbau", also der Ausbau unseres Camps – dazu müssen wir Rohstoffe erbeuten; entweder durch Sidequests oder durch Plünderungen, die vornehmlich in Klöstern und später in Festungen stattfinden. Dabei ist eine hybride Spielweise am sinnvollsten: den schweren Widerstand als Assassine schleichend ausschalten, und danach mit der Bootsbesatzung in der offenen Konfrontation.

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(c) Ubisoft

Grafisch bietet Assassin’s Creed eine Freude: egal ob die verschneiten Fjorde oder die saftigen englischen Wiesen – man merkt, die Engine wurde seit Odyssey und Origins noch einmal aufgebohrt. An der KI hat sich wenig getan – solange man schleicht und gewisse Grundprinzipien beachtet, kann man Armeen von Gegnern meucheln. Sobald diese aber aufgeschreckt sind, wird man besonders in den unteren Skillebenen von einer Masse an Gegnern überrollt. Hier gilt es mehr zu schleichen und weniger den offenen Kampf zu suchen.

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(c) Ubisoft

Storytechnisch hat Ubisoft mal wieder ihre Hausaufgaben gemacht: die Story ist interessant und lehrreich – die Vikingerfeldzüge in England waren mir bisher nicht wirklich im Detail bewusst. Wer aber die "Vikings" Serie geschaut hat, wird paralellen erkennen. Alles in allem ist Assassin’s Creed Valhalla eine gelungene Fortsetzung der Serie – wer sie bisher mochte, kann bedenkenlos zugreifen; wer mit dem ewigen Kampf zwischen Assassinen und Templern bisher nichts anfangen konnte, wird hier auch nicht fündig werden.

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