Wenn das Leben dir Schlagzeilen schenkt,…

11. Januar 2021

…dann bastel doch einen schönen Beitrag daraus. Gerade dieses Wochenende geizte nicht an News, zu welchen man ganzer Bücher schreiben könnte. Nur leider bescherte die Fülle an Events ein Überangebot, was die Wahl zur Qual machte.

Aber was ist denn überhaupt alles passiert? Zum einen war da die Aschbacher-Diplomarbeit. Auch schon einige Newszyklen alt. Ihr Nachfolger im Arbeitsministerium Martin Kocher ist da schon etwas aktueller. Der ehemalige IHS Chef setzte sich in der Vergangenheit oft für Einsparungen und Pensionskürzungen ein. „Hier (im Bereich der Pensionen) führen relativ hohe staatliche Zuschüsse dazu, dass man als Einzelner nicht die Vorsorge trifft, die man eigentlich treffen könnte", sagte er einmal der "Wiener Zeitung". Ja, wo kämen wir denn hin, wenn wir uns keine Sorgen um eine abgesicherte Zukunft machen müssen. Unvorstellbar, oder?

Und wenn man sich mal nicht um die Haltungen etwaiger Minister Sorgen machen muss, gibt es ja noch Corona. Gerade Schüler schickt der Virus von einer Challenge in die nächste. Am Samstag kündigte das Bildungsministerium eine neue Strategie an. Durch regelmäßiges Testen sollen Schulen den Rest des Jahres bestehen. Das Tragen vom Mund-Nasen-Schutz soll weiterhin verpflichtend sein. Klingt auf dem Papier nach vernünftigen Maßnahmen. Allerdings sollte man bedenken, dass das Testen nur auf freiwilliger Basis erfolgt und die Einverständniserklärung der Eltern voraussetzt. Und dann sollte ich auch besser erwähnen, dass Maskenpflicht in der Schule letztes Jahr vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) für gesetzeswidrig erklärt wurde. Ja… ich mein, ich kann den starken Wunsch nach Präsenzunterricht schon verstehen. Gerade Oberschüler haben sehr mit den Folgen von E-Learning zu kämpfen .1 Andererseits belegte eine Studie der ETH Zürich, dass Schulschließungen zu den mitunter effektivsten Corona-Maßnahmen zählen.2 Es bleibt also spannend im Kampf der Schule gegen Corona. Nicht, dass das was Gutes wäre.

Und dann ist da noch WhatsApp. Vor kurzem hieß es, dass der Messengerdienst seine AGBs ändern wird. Dadurch kann das Unternehmen seine Daten nun direkt mit Facebook teilen, vorher fand das so nicht statt. Diese Nachricht sorgte im Internet für viel Aufruhr und noch mehr Versprechungen von einer sofortigen WhatsApp-Löschung. Wer bei den Schlagzeilen aber genauer hingeschaut hätte, der hätte schnell gesehen, dass diese Änderung in Europa gar nicht zulässig ist. Warum? Strenge Datenschutzverordnungen machen diese Praktik rechtswidrig. All die Panik für nix. Der DSGVO sei Dank.

Quellen:

1: https://lernencovid19.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/p_lernencovid19/Zwischenbericht_Befragung_4_final.pdf

2: https://www.wa.de/politik/schulschliessungen-corona-massnahmen-studie-ef...

Blogkategorie: 

Das könnte dich auch interessieren

Derai Al Nuaimi/Bereitgestellt
Terroranschlag im Irak – Die Reaktionen...
dodik, sexismus, bosnien, Vanja, Bjelica, Prutina
  Bosnien-Herzegowina ist ein Land, in...
Foto: Zoe Opratko
Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke über...

Anmelden & Mitreden

13 + 3 =
Bitte löse die Rechnung