Wüstencop schlägt zurück

10. November 2017

Assassin's Creed ist zurück! Nach einer erholsamen Kreativpause meldet sich Ubisoft mit der Parcour-Action zurück. Dieses Mal gehts im alten Ägypten zur Sache. Ist Rache eine Sünde vor den Göttern?

Assassin's Creed ist eine der langlebigsten Spieleserien überhaupt. Die Hauptrolle spielt in dieser Ausgabe Bayek – er ist ein Medjay. So hießen die Wüstenpolizisten zur Zeit der Cleopatra. Wie es der Zufall so will, tritt Bayek eher zufällig einer mächtigen Organisation, dem Order der Ältesten, auf die Füße. Ein dramatischer Kampf zwingt Wüsten-Cop Bayek dazu, die Hintermänner dieser Organisation zur Rechenschaft zu ziehen.

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(c) Ubisoft

Wir starten in unserem Dorf und werden gleich mit Aufgaben überhäuft – und können aus diesen frei wählen. Möchten wir Nebenquest spielen, um Erfahrungspunkte zu sammeln? Wollen wir gleich die Hauptmission angehen? Oder doch erst die riesige Welt erkunden. Ubisoft lässt uns, wie in den bisherigen Assassins Creed Teilen die völlige Wahlfreiheit.

Natürlich ist es sinnvoll erst einmal die Nebenmissionen abzugrasen: hier hören wir von seltsamen Dinge, die in unserer Stadt vor sich gehn und tasten uns so vorsichtig an die Hauptmissionen heran.

Eagle Flight meets Assassin’s Creed

Bayek hat einen geflügelten Begleiter: Adler Senu ist sein fliegendes Auge. Mit Senu können wir Gegner aufklären, wilde Tiere erjagen und wichtige Punkte auf der Map auskundschaften. Von Aussichtspunkten aus klären wir ganze Provinzen auf und steigern damit auch Senus Wahrnehmung – was widerrum uns zugute kommt.

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(c) Ubisoft

Crafting ala FarCry

Ausrüstungsteile upgraden? Selbst ist der Medjay! Bayek kann exotische wilde Tiere erjagen und aus ihrem Fell oder Haut seine Ausrüstung verbessern – ein neuer Köcher, der mehr Pfeile hält, ist schnell aus Krokodilhaut gebastelt – Artenschutz war vor 3000 Jahren noch nicht notwendig. Im weiteren Verlauf sind aber auch schwer zu beschaffende Materialen für Upgrades notwendig. Natürlich können wir auch voll in den Aggro-Modus gehen und Karawanen überfallen - mit der Gefahr, entweder als Leiche in der Wüste zu enden oder mit einer fetten Beute nach Hause zu reiten.

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(c) Ubisoft

Aus- oder Rüstung

Als gestandener Medjay können wir mit einer Vielzahl an Säbeln, Bögen und Speeren kämpfen. Diese sind widerrum unterteilt in verschiedene Klassen - normale Säbel richten "nur" Schaden an, besondere oder gar rare Gegenstände steigern unser Adrenalin im Kampf oder haben einen Schadensmultiplikator. Damit die immens große Karte nicht zu Fuß durchstreifen müssen, hat uns Ubisoft Reittiere spendiert: entweder mit einem Pferd oder einem Kamel können wir über die Dünen streifen.

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(c) Ubisoft

Kampf oder Detektiv?

Obwohl Bayek die Moves eines Assassinen sehr gut drauf hat, ist häufig auch seine ermittelnde Seite gefragt: Dorfbewohner oder Karawanführer bitten uns um Hilfe - hin und wieder müssen wir relativ simple Rätsel lösen, die dann häufig doch in einem Kampf münden.

Der Entwickler hat die selbstverordnete Kreativpause gut genützt: nur wenige Bugs (bzw. Heilige Pillendreher-Käfer) haben sich ins Spiel verirrt. Storymäßig ist Assassins Creed wieder dort, wo die Serie ihren Ursprung hat: im abenteuerlichem Herumhüpfen an antiken Gebäuden. Die Hintergrundstory erklärt das Entstehen der Bruderschaft und richtet die Serie sanft in eine neue Richtung aus.

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(c) Ubisoft

Ubisoft hat ganz konsequent aus den vergangengen Titeln (FarCry 4, Eagle Flight, Watchdogs 2, The Divsion und Ghost Recon) Elemente ins Spiel übernommen und sinnvoll eingefügt. Generell ist das Flair des Spiels sehr gut: die Zusammenarbeit mit Archäologen hat sich ausgezahlt und erweckt eine längst vergangene Welt zu einem neuen Leben. Die Detailverliebtheit der Entwickler ist nicht zu übersehen, an jeder Ecke passiert etwas: Krokodile fressen Gnus, Mietzekatzen durchstreifen die Häuserschluchten und Händler bieten uns ihre Waren an. 

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(c) Ubisoft

Fazit: Fans der Serie erwartet ein sehr gut gemachtes Assassin's Creed mit allen geliebten Elementen: Action, Schleichmissionen und einer lebendigen Welt. Für AC-Neulinge ist Origins auch ein guter Schritt in das Universum der Bruderschaft. 

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