Gewalt an Kindern

Egal ob ein Presse Redakteur, der Papst oder sonst ein Idiot. Jeder meint in letzter Zeit, dass es ok ist Kinder zu schlagen. Ich sage euch: Gewalt an Kindern hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren!

Fünf Kinder sterben jeden Tag an Folgen von körperlicher Misshandlung. Diese Tatsache musste der Papst übersehen haben, als er Väter zu fröhlichen drauf-los- Schlagen ermutigt hatte. Das Züchtigen von Kindern sei seiner Meinung nach in Ordnung, solange sie ihre Würde dabei nicht verlieren. Sprich, nicht ins Gesicht schlagen. Genug Fläche um sich auszutoben bleibt allerdings übrig.

Und so ist es auch: wer schlägt, schlägt nicht um das Kind "auf den richtigen Weg zu bringen", wie der Papst meint. "Am meisten tat es auf den Oberschenkeln und Oberarmen weh." - erinnert sich mein Freund Stefan P., ein junger Student aus Wien. (Der Name wurde wegen möglichen Reaktionen von der Seite seiner Eltern verändert.) Seit er sechs Jahre alt war, wurde er regelmässig von seiner Oma geschlagen, bei der er bis zu seinem 12 Lebensjahr gelebt hatte. Die Gründe dafür waren verschieden, meistens wurde er geschlagen, weil er nicht zusammengegessen hat, sein Zimmer nicht aufgeräumt hat oder einfach nur Kind sein wollte. Egal ob er mit dem Gürtel, dem Geschirrtuch oder mit der bloßen Hand eine gewischt bekommen hat - es war jedes Mal die Hölle. 

Vergeben, nicht vergessen

Eine Hölle durch die er sechs Jahre lang ging. Tage vergehen, doch Erinnerungen bleiben. Doch Erinnerungen sind nicht das Einzige, was von der Kindheit übrig bleibt. Viele Missbrauchsopfer müssen sich ihr Leben lang unter anderem mit Depressionen, Furcht, Panikataken und Selbstverletzung herumschlagen. In einigen Fällen werden sogar die Missbrauchten selber zu Tätern. "Ich habe vergeben, obwohl es schwer war, aber nicht vergessen", sagt Stefan. 

Manchmal treffen aber auch Wörter härter als Schläge und die fehlende Beachtung tut genauso weh wie ein Bluterguss. Misshandlung ist Misshandlung!, ganz egal ob es mit körperlichen oder seelischen Schmerzen zu tun hat. Merkt euch: Keiner hat das Recht euch wehzutun! Nicht eure Eltern, eure Geschwister, eure Kirche oder eure Freunde! Niemand!

Olimpia Nowak besucht die 7. Klasse der Dr. Roland Maturaschule.

Kommentare

 

Ich bin ganz deiner Meinung, und vor allem wenn dann so manche "Vertreter der Gesunden-Watsche" meinen, es habe ihnen ja MEHR weh getan als den Kindern, als sie das tun MUSSTEN, kommt in mir einfach nur die Wut hoch. 
Danke für den tollen Artikel :) 

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