Hilfe, ich wohne endlich alleine!

09. September 2021

Wohnen
Collage: Zoe Opratko

Die erste Wohnung für sich allein, ist ein großer Meilenstein in Sachen Erwachsenwerden. Über lauten Sex als Waffe, Leben am Rande der Zivilisation, Überforderung durch Privatsphäre und den ewigen Zyklus des Putzens.

Von Nada El-Azar

Bei meiner ersten Wohnungsbesichtigung war ich genauso nervös, wie bei meinem ersten Bewerbungsgespräch. Die Maklerin im schwarz-weißen Kostüm erklärte mir routiniert, was alles in dieser Einzimmerwohnung passierte und passieren soll, bevor ein neuer Mieter – vielleicht ja ich? - der leeren Bude Leben einhauchen würde. Die Wohnung befand sich in meiner absoluten Traumgegend beim Wiener Augarten – Provision, Kaution und Mietzins waren erschwinglich. Ich erinnere mich, wie ich versuchte, mich in der Wohnung vorzustellen, mit dem Gedanken, dass dies mein neuer Lebensmittelpunkt werden könnte. Es war gar nicht so einfach, innerhalb von 20 Minuten nachzuvollziehen, ob ich mich dort einleben könnte, in diesen mir bis dahin fremden, leeren Räumlichkeiten. „So eine Wohnung, zu diesem Preis, in dieser Gegend - ist schnell vergriffen“, erklärte mir die resolute Frau mit dem Klemmbrett unterm Arm. Ich verstand das als Zeichen, mir mit meiner Entscheidung nicht zu lange Zeit zu lassen. Gesagt, getan. Es vergingen keine zwei Tage, bis ich das Angebot annahm. Es war der Beginn eines neuen Lebensabschnittes, in einer Zeit, die durch die Pandemie ohnehin aus den Fugen geraten war. Das ist alles nun genau ein Jahr her, im September 2020 wurde ich zum ersten Mal Hauptmieterin und wohnte fortan ganz allein.

 

Die Wände schwiegen laut

Tage- oder wochenlanges Durchforsten von Anzeigenportalen, Wohnungsbesichtigungen, viel Papierkram, große Möbel-Schleppaktionen, die Verzweiflung beim Zusammenbau von Schränken, reichlich Pizza und Döner essen in den ersten Wochen – der Einzug in die erste eigene Wohnung ist kein Kinderspiel. Diesen großen Schritt ins Erwachsenenleben vergisst man nie. Meine Vorfreude auf die eigenen vier Wände wurde damals von großen Ängsten begleitet. Hatte ich etwas übersehen? Was ist, wenn ich plötzlich eine riesengroße Rechnung bekomme? Was, wenn mir das Leben alleine gar nicht gefällt? Ich kam schließlich aus einer Langzeitbeziehung, inklusive einer geteilten Wohnung. Der Lockdown hatte diese Wohnung jedoch zum Käfig zusammengestaucht – die eigene Privatsphäre war mehr als nötig. Ich durchlebte einen Abnabelungsprozess, in Phasen. Mal liebte ich es, einfach laut Musik zu hören und herumzutanzen wie eine Verrückte, mal fühlte ich mich schrecklich einsam und konnte förmlich hören, wie laut meine eigenen vier Wände schwiegen.

Auch Tamara ging es ähnlich. Die Sozialarbeiterin entschloss sich ebenfalls vergangenes Jahr dazu, alleine zu leben. Sie hatte weniger Glück und erwischte den Lockdown in voller Härte. Die Möbelbestellungen bei IKEA ließen aufgrund der vielen Onlinebestellungen lange auf sich warten, die Wohnung wurde nur langsam bewohnbar. „Ich hätte auch gerne einen besseren Überblick darüber gehabt, welche Strom- und Gasanbieter es überhaupt gibt und wie schnell ich mich für einen davon entscheiden muss“, erinnert sie sich. „Außerdem schimmelte mein Vorraum in der Wohnung und die Hausverwaltung reagierte erst auf meine Anfragen, als ich mit einer Klage drohte!“, so die 26-Jährige. Tamara kam aus einer noch längeren Beziehung und meinte, es hätte ganze drei bis vier Monate gedauert, bis sie sich daran gewöhnte, das Bett ganz für sich alleine zu haben. „Mittlerweile finde ich es aber so besser und bereue gar nichts“, fügt sie hinzu.

 

„Wir hatten absichtlich besonders lauten Sex.“

Anders ging es Marija. Sie zog vor vier Jahren als Studentin in eine Wohnung im Haus ihrer serbischen Oma. Zwar lag das Haus im 14. Bezirk am Rande von Wien, weit abwärts von Hütteldorf, dafür musste sie dort keine Miete zahlen, sondern nur die Betriebskosten. Und einen großen Garten für ihren Hund gab es auch noch – also eigentlich ein guter Deal. Doch nach wenigen Monaten stellte sich das als eine Fehleinschätzung heraus. Marijas Oma freute sich nämlich ein wenig zu sehr über Gesellschaft im abgelegenen Haus. „Ich schwöre! Manchmal stand die Frau einfach mitten in meiner Wohnung. Das war schon sehr unangenehm, besonders als mein damaliger Freund immer wieder zu Besuch war. Um zu verhindern, dass sie an der Tür stehen bleibt, hatten wir absichtlich besonders lauten Sex“, erinnert sich die 29-Jährige. Ständig klopfte ihre Oma an die Tür, und wenn es nur um übrig gebliebene Salami im Kühlschrank ging. Im Sommer schätzte Marija die Nähe zum Grünen und machte gerne ausgiebige Spaziergänge mit ihrem Hund im Wienerwald. Im Winter verwandelte sich ihre Straße jedoch in eine graue und trostlose, kalte „Enklave für alte Menschen“, wie sie beschreibt.

„Meine Freundinnen wollten irgendwann nicht mehr zu mir nach Hause kommen. Eine von ihnen wohnte am anderen Ende von Wien in Favoriten, die Fahrt allein dauerte schon anderthalb Stunden. In den Ferien kam der Bus zur nächsten U-Bahnstation in Hütteldorf auch nur alle 30 Minuten! Es war eine Odyssee.“ Bis sich Marija ihre ersten eigenen vier Wände in der Stadt leistete, verging einige Zeit. „Es war schon verrückt damals bei meiner Oma. Ich konnte mir ja zu Beginn nicht mal die Betriebskosten leisten und daher wohnte auch meine beste Freundin mit mir auf diesen lächerlichen 40 Quadratmetern, und die Freundin musste sogar im Wohnzimmer schlafen, das ein Durchgangszimmer war“, lacht sie. Da der Kühlschrank sich nicht in der Wohnung, sondern im Keller des Hauses befand, verhandelten Marija und ihre Freundin jeden Tag aufs Neue, wer denn in der Früh die Milch für den Kaffee holen und so eine Begegnung mit ihrer Oma riskieren würde. „Das wurde aber zu einer Art Spiel, und wir nahmen es mit Humor“, so die Wienerin mit serbischen Wurzeln.

Internet: Ein One-Stop-Shop?

Mit dem Einzug in die Wohnung ist es aber niemals getan. Auch das richtige Haushalten will gelernt sein. Aziz, der ein Wiener mit libanesischen Wurzeln ist, und in einer größeren Familie aufwuchs, unterschätzte nach seinem Umzug, wie viel Zeit das Putzen und Wegräumen in Anspruch nehmen würde. „Ich habe mich total geirrt, wie viel Zeit das Ganze mit dem Haushalt eigentlich in Anspruch nimmt. Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, konnte ich ein Glas in die Küche stellen und es verschwand irgendwann einfach. Wenn ich aber heute in meiner Wohnung ein Glas irgendwo lasse – Bruder, steht es für immer dort, wenn ich es nicht wegräume“, winkt er ab. „Man muss dieses Verständnis ablegen, dass sich alles von alleine regelt, und Verantwortung übernehmen“, so der 28-Jährige.

Wohnen
Aufräumen, ein Teufelskreis! Endlich für sich selbst Verantwortung zu übernehmen will gelernt sein.

Katarzyna kommt ursprünglich aus Polen und kam zu Studienzwecken vor fünf Jahren nach Wien. Zuvor wohnte sie schon in diversen WGs. Für sie war der Schritt zur eigenen Wohnung auch eine Kostenfrage. „Also ich hätte wirklich gerne gewusst, wie teuer Putzzeug eigentlich ist!“, verrät die 25-Jährige. „Aber eine Freundin von mir hatte wirklich überhaupt keine Ahnung, was zu tun war nach dem Umzug. Sie ging tatsächlich einfach zum Media Markt, um sich dort Internet zu kaufen. Wirklich, sie dachte, dass man mit dem einmaligen Kauf eines Routers einfach Internet zuhause hätte“, schüttelt sie den Kopf.

Männer wie Schränke

Letztlich gilt beim Einleben in der ersten eigenen Wohnung, wie so oft, das Motto: Learning by doing. Ich wusste, dass man einen Internetvertrag abzuschließen hatte, und eine Haushaltsversicherung, und so weiter. Nach etwa zwei Monaten hatte ich die Wohnung gemütlich eingerichtet, von der Küchenzeile bis zum Orientteppich war endlich alles da. An einem herbstlichen Samstagabend ging ich allerlei Snacks für einen gemütlichen Filmabend mit einem Freund einkaufen. Zu Hause vernahm ich ein merkwürdiges, plätscherndes Geräusch. Und ich fand schnell die Ursache: In meinem Badezimmer tropfte es von der Decke und der Fliesenboden war komplett nass. Wie durch ein Wunder verpassten die dicken Tropfen die Steckdose meiner Therme und ich klopfte an die Haustür meiner Nachbarn auf der Etage über mir – vergeblich. Es war schließlich Samstag, und auch meine unmittelbaren Nachbarn waren nicht zu Hause.

Das darf doch nicht wahr sein, dachte ich mir und versuchte verzweifelt meine Maklerin zu erreichen, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte. Sie erklärte mir am Telefon, dass ich die Feuerwehr alarmieren sollte. Und wieder: Gesagt, getan. Eine Stunde später standen fünf Feuerwehrmänner, jeder von ihnen gebaut wie mein Kleiderschrank, in meinem kleinen Flur. Die Frage war nun: Sollten sie die Wohnung über mir aufbrechen, oder nicht? Der „Anführer“ der Einsatztruppe wehrte sich dagegen. „Es muss in Bächen von Ihrer Decke fließen, damit ich eine Wohnung aufbreche! Ich habe schon ganz andere Dinge gesehen, glauben Sie mir“, beschwichtigte er mich. Schlussendlich konnte ich das Herz eines seiner Kollegen erweichen, indem ich auf die letzten, unausgepackten Kisten im Wohnzimmer zeigte und erzählte, dass ich doch gerade erst in diese Wohnung gezogen war – meine erste eigene Wohnung! Das führte dazu, dass die Männer in Uniform sich doch darauf einigen konnten, mit großem Krach das Türschloss der Nachbarn über mir zu zerschmettern, um dort, zu meiner großen Erleichterung, einen schlimmen Wasserschaden festzustellen.

Ich lernte an diesem Abend, dass das eigene Bauchgefühl immer der beste Wegweiser ist, und wie wichtig es ist, aus seiner Komfortzone herausgehen zu können und Verantwortung zu übernehmen. Mein Bauchgefühl half mir dabei, überhaupt abzuschätzen, ob meine Wohnung die richtige für mich war. Und nun will ich sie um nichts aufgeben.

 

***

Das ABC zur ersten eigenen Wohnung

Du mietest deine ersten eigenen vier Wände und versinkst im Begriffschaos? Hier einige Tipps, von A bis Z:

A wie Aussperren

Du hast deinen Schlüssel verloren oder zu Hause vergessen? Einen Schlüsseldienst zu rufen kann richtig teuer werden – zwischen 49 und 84 Euro kann ein Schlosser dir während der Betriebszeiten (08:00 – 17:00) verrechnen. An Wochenenden, nachts oder an Feiertagen kann eine Öffnung deiner Tür sogar über 170 Euro kosten!

B wie Beihilfe

Für alle, die ein geringes Einkommen haben, kann die Wohnbeihilfe Wunder wirken. Mit dem Wohnbeihilfe-Checker der Stadt Wien kannst du online nachsehen, ob du die Voraussetzungen für die Wohnbeihilfe erfüllst und den Antrag sogar bequem online ausfüllen.

C wie Chaos

Alleine den Haushalt zu schmeißen kann oft zum nervigen Nebenjob werden. Damit du nicht im Chaos versinkst, raten wir: Miste deine Sachen aus, bevor du umziehst! Marie Kondo wäre stolz auf dich. Kombiniere das Aufräumen mit Dingen, die du liebst: Musik, ein Podcast oder währenddessen mit deinen Liebsten zu telefonieren, lässt die Zeit wie im Flug vergehen.

D wie Dauerauftrag

Habe ich in diesem Monat schon die Miete überwiesen? Damit du dir diese Frage nicht mehr stellen musst, richte im Onlinebanking einfach einen Dauerauftrag an deine Hausverwaltung oder VermieterIn ein! In der Regel sollte die Miete stets am 1. des Monats einlangen, das wird im Mietvertrag festgehalten.

E wie Erstbezug

In vielen Wohnungsanzeigen steht der Begriff „Erstbezug“. Dabei handelt es sich um den ersten Bezug einer neu gebauten oder eben sanierten Wohnung. Achtung: Dreck, der während der Sanierung entstanden ist, muss nicht zwingend vor deinem Mietbeginn beseitigt werden. Einen festen Gesetzestext gibt es dazu nicht, daher solltest du generell alle Mängel in der Wohnung protokollieren, bevor du den Mietvertrag unterzeichnest.

F wie Fixkosten

Bevor du überlegst, deine erste eigene Wohnung zu nehmen, musst du einen Überblick über deine Fixkosten haben. Diese sind neben der Miete: Strom bzw. Gas, Versicherungen, Handy- und Internetrechnung und Lebenserhaltungskosten. Berechne auch unbedingt einmalige Ausgaben! Möbel, Provision und Öffi-Tickets dürfen in deiner Vorberechnung nicht fehlen!

G wie GIS

Sobald du ein empfangsfähiges Fernseh- oder Radiogerät zu Hause stehen hast, musst du das der GIS melden, unabhängig davon, ob das Gerät angeschlossen ist oder nicht! Klopft ein GIS-Mitarbeiter bei dir an die Tür, musst du ihn zwar nicht reinlassen, das Gespräch suchen solltest du aber trotzdem. Eine Verweigerung der Auskunft ist nämlich eine sogenannte Verwaltungsübertretung und kann mit bis zu 2.180 Euro geahndet werden!

H wie Hausverwaltung

Es gibt keine gesetzliche Verankerung der Rechte und Pflichten der Hausverwaltung bei Mietwohnungen. Grundsätzlich kommt die Hausverwaltung bzw. der Vermieter für alle Schäden auf, die die Gesundheit der Mieter*innen gefährdet, z. B.: Schimmel, Wasserrohrbrüche, sowie undichte Fenster und Leitungen. Achtung: Seit 2015 müssen Mieter*innen für die Wartung der Therme sorgen! Bei Ausfall der Therme durch schleißige Wartung fällt der Ersatz auf dich als Mieter*in zurück!

I wie Installateur

Installateure sind für den Einbau von Wasser-, Gas-, Wärme- und Frischluftanlagen zuständig. Die Preisspanne für ihre Arbeiten kann in Wien sehr hoch sein. Allein für die Anfahrt können sich die Kosten schon zwischen 40 und 100 Euro bewegen. Der große Vorteil ist, dass die Arbeiten schnell und professionell erledigt werden und im Schadensfall (mangelnde Sorgfalt) oft die Haushaltsversicherung Kosten übernehmen kann oder auf Schadensersatz Anspruch erhoben werden kann.

J wie Jahresabrechnung

Die jährliche Betriebskostenabrechnung kann zum Geldfresser mutieren! Informiere dich deshalb am besten auf der Webseite der Mietervereinigung oder bei Mietguru über Tipps und Tricks zur Jahresabrechnung.

K wie Kaution

Die Kaution für eine Wohnung beträgt in der Regel drei Monats-Kaltmieten. Ratenzahlungen sind grundsätzlich möglich und können mit der Hausverwaltung bzw. den Vermieter*innen vereinbart werden. Eine nicht eingezahlte Miete kann von der Kaution abgezogen werden. Für normale Gebrauchsspuren in der Wohnung (z. B.: Löcher in der Wand, Kratzer auf dem Boden) darf die Kaution nicht einbehalten werden.

L wie Lohnzettel

Wenn du eine Wohnung mieten willst, musst du beweisen, dass du in der Lage bist, die Miete zu bezahlen. Deshalb werden von der Hausverwaltung oder den Vermieter*innen oft die Lohnzettel der letzten drei Monate verlangt.

M wie Mietvertrag

Ohne Mietvertrag geht nix – lass ihn, bevor du ihn unterschreibst, noch von jemandem gegenlesen: Ob Eltern, einem Freund oder einer Arbeitskollegin – damit keine zwielichtigen Vereinbarungen übersehen werden!

N wie Nebenkosten

Das sind Kosten, die neben der Miete anfallen: Darunter fallen Wasser, Müllabfuhr und so weiter. Rechne dir vor dem Unterschreiben des Mietvertrags am besten aus, wie viel diese betragen werden. Dazu gibt es Nebenkosten-Rechner im Internet.

O wie Oh, nein: Unerwartete Ausgaben!

Der Geschirrspüler wird hin, das Fenster klemmt, die Tür im Bad geht nicht mehr zu – ob diese Probleme von der Haushaltsversicherung oder durch die Vermieter*innen gedeckt sind, hängt vom Mietvertrag ab. Es schadet aber nicht, ein wenig Geld auf der Seite zu haben, falls man schnell handeln muss.

P wie Provision

Die Wahrheit ist: Die richtig guten Wohnungen findet man oft über einen Makler. Dem muss man aber eine saftige Provision zahlen. Tipp: Bei fast allen Wohnungs-Suchseiten kannst du den Filter „provisionsfrei“ eingeben.

Q wie Quadratmeter

Schau dir vor dem Einzug an, wie du die Quadratmeter deiner Wohnung am besten verwertest: Achte auf Dachschrägen und Lichtverhältnisse!

R wie Rauchfangkehrer

Meist hängt im Stiegenhaus ein Zettel mit allen Infos zu Rauchfangkehrer-Terminen. Wenn du an besagtem Tag nicht zu Hause sein wirst, informiere deine Hausverwaltung darüber!

S wie Stromnachzahlung

Um eine fiese Stromnachzahlung am Jahresende zu vermeiden, mach dir einen Pauschalbetrag aus, der etwas höher als dein Verbrauch ist. Dann bekommst du bestenfalls am Ende des Jahres Geld zurück und dich erwartet keine böse Überraschung! Oder eben: Du musst nix mehr draufzahlen, auch gut.

T wie Thermenwartung

Bitte nicht verschlafen: Die Therme muss jährlich gewartet werden, frag dazu am besten deine Vermieter*innen.

U wie Umleitung der Post

Du kannst deine Post in der nächsten Postfiliale umleiten lassen, so gelangen deine Briefe auch an dich und nicht an deine alte Adresse!

V wie Versicherung

Schließ eine Haushaltsversicherung ab. Glaub uns, tu es einfach. Jetzt. Dein späteres Ich wird dir danken.

W wie Wohnungsanlage

In Wien entstehen gerade in den Außenbezirken ständig neue Wohnhausanlagen und Wohnprojekte – schau dich dort um, an Vielfalt mangelt es dort nicht!

X wie X-Mal Stress mit den Nachbarn

Das will jede*r vermeiden. Freunde dich am besten schon am Anfang mit deinen Nachbar*innen an: Dann werden sie dir die ein oder andere laute Party auch verzeihen – oder du lädst sie einfach auch ein!

Y wie Yes, endlich alleine!

So sehr du die neu gewonnene Freiheit auch genießt: Denk daran – jetzt bist du und nur du für deine Wohnung zuständig. Lass deinen Wohnungsschlüssel nachmachen, und lasse ihn bei einer Person deines Vertrauens – im Notfall sehr brauchbar, wie im Falle des Aussperrens.

Z wie Zentrales Melderegister

Wenn du umziehst, musst du dich beim Magistrat ummelden – sprich: Von der alten Adresse abmelden und bei der neuen anmelden. Für die Ummeldung hast du drei Tage Zeit. Deshalb sollte das Meldeamt beim Umzug ganz oben auf der To-do-Liste stehen.

 

WOHN-FAQ

Wie melde ich Strom an? Zahle ich zu viel Miete? Wir haben die häufigsten Fragen rund ums Wohnen für euch beantwortet:

Welchen Stromanbieter soll ich wählen?

Vergleiche die Stromanbieter und suche dir den, der am besten zu dir passt. Das Wichtigste dabei – mach das VOR DEM Umzug, damit du nicht ohne Strom in deiner neuen Wohnung sitzen musst.  Zählernummer und Zählerstand sind wichtige Daten für den Anbieter, die du auf dem Stromzähler ablesen kannst.

 Wie melde ich Strom/Gas an?

Einen Stromliefervertrag findet man heutzutage auch schon auf der Homepage des Anbieters als Online-Formular. Sonst kann man den Energielieferanten auch telefonisch oder per E-Mail erreichen und den Vertrag zugesandt bekommen und unterschreiben.

Was mache ich bei Stromausfall?

Der erste Ansprechpartner bei einem Stromausfall ist der Netzbetreiber (zuständig für das Stromnetz) und nicht der Stromanbieter. Du erfährst deinen Netzbetreiber von deiner Jahresrechnung, oder von deinem Strom- und Gaszähler.

Wie viel Stromrechnung ist "normal"?

Mit einem Online-Stromzähler kannst du einen „normalen“ Verbrauch deiner Wohnung überprüfen.  

An wen wende ich mich, wenn ich finde, dass ich zu viel Miete zahle? 

An die Mietervereinigung oder den Mietzinsrechner online benutzen. 
Bei der Mietervereinigung braucht man eine Mitgliedschaft (65€/Jahr) und bekommt dann Beratung zu allen Themen (Kaution, Miete, Betriebskosten ...)

Wie viel Kaution dürfen die Vermieter*innen verlangen?

Die Kaution darf höchstens sechs Monatsmieten umfassen. Ausnahme: Bei einem erhöhten Sicherungsbedürfnis, weil z. B. in deiner Wohnung wertvolle Möbel oder eine Luxusausstattung vorhanden sind. In der Regel werden derzeit drei Monatsmieten verlangt. 
Wir raten euch, die Übergabe der Kaution durch eine schriftliche Quittung sowie durch einen Vermerk im Mietvertrag zu dokumentieren.

Mehr Infos findet ihr hier: www.mietervereinigung.at, www.wienenergie.at, www.wienernetze.at

 

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