Taxi-Blues in Wien

05. Januar 2008

Extreme Kälte und unangenehme Witterungsbedingungen schlagen sich offensichtlich auch auf den Berufsstand der Taxifahrer nieder und werden mit Arbeitsniederlegung beantwortet. Starkes Herumfuchteln mit den Armen, Winken auf der Straße oder ein dezentes Nachfragen am Standplatz - selbstverständlich nur bei Taxis mit beleuchtetem Schild - bleiben in diesen Tagen oft erfolglos. Besondere Schwierigkeiten brachte die Silvester-Nacht: "Ihr seid heute meine letzte Fuhre", hieß es um 2 Uhr 30. "Alles was jetzt kommt, ist nicht zu packen." Der Taxi-Fahrer hat mein vollstes Verständnis, Passagiere nach außergewöhnlich hohem Alkoholkonsum nicht mehr mitnehmen zu wollen. Wenn aber um 5 Uhr morgens mehrere - nachweislich nicht stockbesoffene - Kleingruppen an einer Hauptstraße in der Wiener Innenstadt vergeblich versuchen, vorbeifahrende Taxis im Dienst anzuhalten, fühle ich mich missachtet und ignoriert. Wenigstens ist auf die U-Bahn Verlass - dort sammeln sich dann auch die Silvester-Feierer, die mehr als ausgiebig in die Flasche geschaut haben.

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