Kampfsport – nur etwas für Männer?

Seit Ewigkeiten werden Frauen als das “schwächere“ Geschlecht gesehen. Sie gelten als zerbrechlich und schutzbedürftig. Um ehrlich zu sein, habe ich leider auch die längste Zeit an dieses Vorurteil geglaubt… bis ich diesen Sommer mit Taekwondo, einer koreanischen Kampfsportart, anfing.

Eine Sache, die mir gleich in meiner ersten Taekwondo-Stunde auffiel, war, dass Mädchen und Frauen dort ausnahmslos mit Respekt behandelt und als gleichwertig gesehen werden. Sie lernen nicht nur die gleichen Bewegungen, sondern werden auch gleich behandelt und beurteilt wie die Jungs.

Ich halte es für unglaublich wichtig, dass Menschen sehen, dass auch Mädchen genauso in der Lage sind, sich zu verteidigen. Dies könnte deren Denkweise verändern und auch die generelle Gleichstellung von Frauen und Männern fördern.

Frauen müssen sich selbst verteidigen können. Foto: privat
Frauen müssen sich selbst verteidigen können. Foto: privat

Kampfsport kann jedem nutzen!

Natürlich war es für mich anfänglich etwas einschüchternd, in einem hauptsächlich männlich dominierten Umfeld zu trainieren. Doch durch das unglaubliche Gefühl beim Erlernen neuer Techniken und Bewegungen stieg mit der Zeit mein Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, wodurch es einfacher wurde, ohne Angst und Scheu die Trainingshalle zu betreten.

Das Einsteigen in einen Kampfsport bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Nicht nur macht es wahnsinnigen Spaß, sondern es verbessert auch die Flexibilität, Muskelkraft und Reflexe. Es lehrt auch, körperliche Angriffe abzuwehren und mental stärker zu werden. Daher empfehle ich jedem Mädchen und jeder Frau, die je nachts am Heimweg dieses allzu bekannte unwohle Angstgefühl im Bauch bekommen hat, verfolgt zu werden, sich eine der vielen Kampfsportarten anzuschauen und auszuprobieren, denn es kann wahrhaftig eine lebensverändernde Erfahrung sein.

 

Mara ist 16 Jahre alt und besucht das Gymnasium am Parhamerplatz.

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