Mortal Kombat X: Fighten bis die Fetzen fliegen

29. April 2015

Im neuesten Mortal Kombat geht es mal wieder ruppig zu. Verbesserte Grafik, ein entschlanktes Kampfsystem und neue Spielmodi bringen Spaß und eimerweise Pixelblut auf die Fernseher.

Zwei Jahre sind vergangen, seit dem Shao Kahn von den Kämpfern des Erdenreichs besiegt worden sind. Der "Elder God" Shinnok sieht seine Chanche gekommen und schickt seine Handlanger unter der Führung des bösen Zauberers "Quan Chi" auf die Erde. Im Single-Player-Modus von Mortal Kombat X ist es unsere Aufgabe, die Invasion zu vereiteln und die Erde - mal wieder - vor den Schergen des Bösen zu retten.

Mortal Kombat lebt seit je her nicht nur von der Story, sondern auch von der massiv übertriebenen Brutalität und dem regelmässigen Entsetzen von Elternvertretern und "Medienexperten". Dabei hat man den Eindruck, dass sich die Entwickler in einer Art Wettkampf (oder um es Stilecht zu sagen "Kombat") mit sich selbst befinden: jeder neu erscheinende Teil enthält immer grausigere Methoden, um besiegte Gegner um die Ecke zu bringen. Zugegeben, das Original aus der Spielhalle von 1992 hatte da die Latte hoch gesetzt - herausgerissene Herzen, elektrisierte Skelette und abgerissene Köpfe inklusive. Das führt zwar in Deutschland regelmässig zur Indizierung, berührt ist aber für österreichische Spieler eher zweitrangig, denn wir haben keine Zentrale Prüfstelle für Video- und Gamestitel. Das ist vielleicht auch ganz gut so.

Das Party Spiel

Die Mortal Kombat Serie gehört zu den klassischen Partyspielen. Im Versus Kombat treten wir gegen unsere menschlichen Gegner (an) und versuchen ihnen durch spezielle Schlagabfolgen ("Kombos") möglichst viel Schaden zuzufügen. Spieler mit hyperschnellen Daumen haben hier klar einen Vorteil. Mortal Kombat gehört schon seit je her zu Spielen, an denen Freundschaften zerbrechen können. Man kann den Gewinn eines Kampfes durch einen abschließende, besonders grausame Schlagabfolge (Fachbegriff "Fatality") feiern: dabei wird - je nach Charakterspezialität - zum Beispiel zuerst tiefgefrohren und danach mit einem Schlag in ein Nagelbrett aus Eiszapfen hineingeworfen. Die Brutalität des Spiels ist dabei derart überzogen, dass man es kaum ernst nehmen kann.

Neues Kampfsystem

Die Spielcharaktere bekamen über die Jahre immer weitere Kombos und Kampfstile verpasst. In Mortal Kombat X sind die Entwickler einen anderen Weg gegangen: der Spieler muss sich vor Beginn der Runde auf einen Kampfstil festlegen. Das klingt jetzt banal, hat aber große Auswirkungen: gezielt kann der Spieler eher Angriffe aus der Ferne ausführen, muss sich aber dann vor dem Nahkampf hüten. Vom Entwickler wurden einige Elemente aus dem "inoffiziellen" Vorgänger "Injustice: Götter unter uns" übernommen. Sobald sich der Super-Meter durch gelandete Treffer am Gegner gefüllt hat, können die "X-Ray-Moves" durchgeführt werden. Das sind besonders starke und spektakuläre Schlagabfolgen, deren verheerende Wirkung wie durch eine Röntgenaufnahme gezeigt werden: Knochen brechen, Organe werden verletzt und Sehnen reißen. Teilweise sehen die Animationen dabei anatomisch so korrekt aus, dass man bei den einzelnen Schlägen mitzuckt. Lustig wird es, wenn ein Gegner auch dann noch weiterkämpft, wenn ihm bei einem X-Ray-Move das Genick gebrochen wurde.

Finish

Mortal Kombat bietet solide Beat' Em-Up Action, die sinnvoll Elemente aus den vorangegangenen Teilen intergiert. Das Spiel ist nichts für schwache Nerven, aber gehört auf in jede gute Spielesammlung und ist auf Parties ein Spiel, bei dem man nicht lange erklären braucht wie es funktioniert..

Blogkategorie: 

Das könnte dich auch interessieren

Unsplash/Li-An Lim
Sie kleben sich an Kunstwerken fest,...
Foto: Zoe Opratko
  Sex mit anderen ist in den meisten...

Anmelden & Mitreden

7 + 10 =
Bitte löse die Rechnung