Schulverweis wegen Rocklänge

06. November 2015

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Rock, Kleidungsvorschrift, Mädchen, Schule
Screenshot Instagram mynameiscarey

Die amerikanische Schülerin Carrey Burgess wurde der Schule verwiesen, weil sie einen angeblich zu kurzen Rock trug.

Carrey postete daraufhin ein Foto von ihrem Outfit auf Instagram. Darauf zu sehen: ein ganz normal gekleidetes Mädchen, der Rock endet nur knapp über den Knien. Für die Schulleitung ihrer High School in South Carolina zu freizügig. Die junge Frau kontert unter ihrem Instagram-Post mit folgenden Worten: "Vielleicht ist unsere Gesellschaft noch nicht reif genug, mit 7,5 Zentimetern meiner Oberschenkel umzugehen." Die Schülerin weist auch auf die sexisitschen Aussagen mancher ihrer Lehrer hin. Zahlreiche junge Frauen reagieren auf Carreys Beitrag und erzählen von ähnlichen Erfahrungen, die sie gemacht haben. 

Bevor jetzt wieder alle über das prüde Amerika urteilen, sollte nicht vergessen werden, dass erst diesen Sommer Pädagogen einer Schule in Deutschland für Aufregung sorgten, weil sie ihren Schülerinnen verbieten wollten in „zu aufreizender Kleidung“ zur Schule zu kommen. Wer gegen die neue Vorschrift verstößt, bekommt ein langes T-Shirt übergezogen, das bis zum Schultagesende getragen werden muss. Der Grund: Tragen die Mädchen zu enge und kurze Kleidung, werden die Burschen abgelenkt.

Weil es nicht oft genug gesagt werden kann: Statt Mädchen vorzuschreiben, was sie tragen dürfen, sollte man jungen Männern und Frauen beibringen, die Grenze des anderen zu respektieren. Ein Rock ist keine Erlaubnis ein Mädchen anzumachen. Ein Rock ist ein Stück Stoff, Mode - mehr nicht. Anstatt sich mit der Rocklänge von Mädchen zu beschäftigen, sollte sich die Schulleitung lieber Themen wie Sexismus und Gleichberechtigung widmen. 

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