Robo Wunderkind: „Just do it!“

08. April 2016

„Robo Wunderkind“ heißt das Wiener Start-up rund um Anna Iarotska, Rustem Akishbekow und Yuri Levin. Die Idee: Kindern schon in jungen Jahren technische Themen wie Robotik und Programmieren spielerisch näherzubringen.

Von Sonia Iris Boboc und Zoe Opratko (Fotos)

Selbermacher, robo Wunderkind
Foto: Zoe Opratko

Auf die Idee kam Rustem Akishbekow, gebürtig aus Kasachstan, als er Informatik an der TU Wien studierte. Er wollte einen Roboter entwickeln, den jeder bauen kann. Beim Pioneers Festival, einer Veranstaltung für Start-ups, traf Rustem auf WU-Studentin Anna Iarotska. Die Idee des TU-Studenten und die Unternehmerkenntnisse der WU-Absolventin brauchten nur noch jemanden, der die Idee designt und umsetzt. Yuri Levin, gebürtig ebenfalls aus Kasachstan, und zufälligerweise Rustems Nachbar im Studentenheim, war der Richtige und machte das Team komplett.

„Robo Wunderkind“ funktioniert einfach: Es handelt sich um bunte Würfel, die von jeder Seite zusammengesteckt werden können. Diese Würfel haben Elektronik in sich, sie sind sozusagen intelligente Legosteine. Über eine App kann „robo“ von einem Smartphone oder einem iPad spielerisch programmiert werden. Dabei muss man keine schwierigen Codes eingeben, sondern einfach nur graphische Symbole antippen. Somit kann das individuell zusammengebastelte Roboterwesen spielerisch bedient werden.

Der erste Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits einen Monat nach Beginn des Projekts gewann „Robo Wunderkind“ bei einer Idea Competition von Venture Capital Investment Fund. Dieser Gewinn brachte ihnen $ 10.000. Geld, das die Gründer in die Herstellung ihres ersten Prototypen investierten.

 

Selbermacher, robo Wunderkind
Foto: Zoe Opratko

Selbermacher, robo Wunderkind
Foto: Zoe Opratko

 

Von Wien nach Shenzhen

„Das größte Hindernis für uns war, unser Produkt herzustellen“, so Rustem. Dafür gingen Anna, Rustem und Yuri für ein halbes Jahr nach China, um in der Stadt Shenzhen die Produktion zu starten. Bei ihrer Rückkehr 2014 gewann „Robo Wunderkind“ den Robotik Award powered by Festo der futurezone. Mittlerweile haben die Gründer über Kickstarter - eine Crowdfunding-Plattform, bei der Geld für kreative Projekte gesammelt wird - über $ 250.000 gesammelt. Die Interessenten aus 58 Ländern warten gespannt auf ihre robos, die im Sommer 2016 geliefert werden sollen.

Anna, Rustem und Yuri sind sich alle einig, dass es recht schwierig ist, Arbeitszeit und Freizeit von einander zu trennen. Wenn man die Arbeit nur als Teil seines Lebens sehen würde, hätte man wenige Chancen, wirklich erfolgreich zu werden. Rustem hat jedoch nie den Mut verloren: „In einem kleinen Team mit kreativen Köpfen kann man große Projekte erschaffen, die die Welt verändern können.“

Selbermacher, robo Wunderkind
Foto: Zoe Opratko

Für Anna ist die Selbstständigkeit ein kontinuierlicher Lernprozess: „Es gibt jeden Tag neue Herausforderungen. Das schwierigste ist, Entscheidungen zu treffen. Diese wirken sich auf die Firma und auf das ganze Leben aus.“ Deswegen sei es wichtig, sich von Anfang an zu fragen, ob die Selbstständigkeit der richtige Weg sei. Denn wenn man einmal dabei ist, bedeutet das meistens lange Arbeitstage. Jedoch einigen sich alle drei Gründer: „Es ist kein langweiliger 9 to 5 Job!“ Tipps für Leute, die sich selbstständig machen wollen, hat Anna auch: „Just do it!“, sagt sie und lacht dabei.

 

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Kommentare

 

MakeBot, LittleBits, OzoBot, dash and dot, etc etc ...
Ehrlich gesagt schaut das Robo-Ding seeeeehr ähnlich aus wie Cubelets (http://www.modrobotics.com/cubelets/)... Hoffentlich werden sie nicht geklagt.

Gerade im Volkschulalter sollte man Kinder ja eher weniger mit Tablet und Co zudröhnen - Stichwort: digitale Demenz!

Wenn die Robo-Dinger wirklich im Sommer 2016 geliefert werden - das ist in 2 Monaten - dann: RESPEKT!

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