Mein Heimatdorf im Sudan

Mein erster tag in Wien war für mich sehr komisch, weil ich aus einem ganz anderen Land komme. Meine schöne Heimat ist Al-Managil – ein Dorf im Sudan. Dort ist das Leben ganz anders als hier. Die Frauen dürfen bei uns im Dorf keine Hosen anziehen, wenn sie aus dem Haus gehen. Nur Röcke oder Kleider. Wenn ich rausgehe, muss mich ein Mann aus meiner Familie begleiten. Frauen, die nicht verheiratet sind, dürfen nicht alleine rausgehen. In der Haupstadt ist das nicht so – dort darf man viel mehr. Aber hier in Wien gehe ich alleine raus – ja, ganz alleine. 

Die Straßen und Häuser in meinem Heimatdorf sind anders als in Wien. Man hat die ganze Familie und die Nachbarn da. Sie sind immer für einen da. Zum Beispiel im Ramadan essen alle Abends draußen. Wer nichts zu essen hat, kann sich dazusetzen. 

Al-Managil im Sudan
Al-Managil im Sudan

Al-Managil ist einfach schön. Es sind sicher noch andere viele Sachen die noch zu erzählen habe. Hochzeiten zum Beispiel. Die finden im Sudan auf der Straße statt. 

Wir feiern Hochzeiten mit lauter Musik und tanzen bis in die Morgenstunden. Jetzt kommen wir zum spannenden Teil: Im Sudan gibt es sehr viele gefährliche freilaufende Tiere. Einmal ist eine Schlange auf dem Fuß meiner Schwester gelandet. Die Schlange ist einfach von der Wand runtergefallen. Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen. Es war ein großer Schock. Aber dann sind meine Onkeln gekommen und haben die Schlange weggetragen. Gut, dass niemand gestochen wurde.

Eman ist 18 Jahre alt und aktuell beim Sprungbrett für Mädchen in Wien.

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