7 Stunden lang - Vergewaltigung in Prishtina

02. September 2022

Am Wochenende vergewaltigten in Prishtina fünf Männer ein 11-jähriges Mädchen. 7 Stunden lang soll die Minderjährige in einem Park missbraucht worden sein. Die Vergewaltigung sorgt für Fassungslosigkeit bei der Bevölkerung und großes Aufsehen in den Medien.


„Schatz du gefällst mir.“ so sprach einer der Täter das Mädchen an, hielt ihr den Mund zu und vergriff sich an ihr. Später kamen noch vier weitere Personen dazu, die sie ebenfalls missbrauchten – drei von diesen minderjährig. Zu Beginn wurde sie in einem Park nahe ihrer Wohnung festgehalten, dann fuhren sie die Täter zu einem unbekannten Ort, wo sie die Vergewaltigung fortführten. Albanischen Medien zu Folge soll sich diese Tat abends, rund sieben Stunden lang, ereignet haben.

„Schutz für die Mädchen“ ist nur einer der Rufe, den man in den vergangen Tagen bei den Protesten auf den Straßen Kosovos hört. Solch grausame Tat lässt niemanden kalt: Die Nachrichtenlange scheint schwammig, doch die Solidarität mit dem Opfer dafür umso stärker. Die Demonstrationen zeigen Wirkung: Der Direktor der kosovarischen Polizei Samedin Mehmet ist diese Woche zurückgetreten.

Laut Exit News werden Vergewaltigungen mit zwei bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft. Bei Minderjährigen Opfern erhöht es sich von fünf bis zu 20 Jahre Haft. Einem EULEX-Bericht zufolge ist die Aufklärungsrate in Kosovo bei Vergewaltigungen recht niedrig. Angezeigte Vergewaltigungen haben sich verdoppelt, die Zahl der Verurteilungen jedoch, bleibt „besorgniserregend niedrig“.

Alle Täter sind nun in Untersuchungshaft, bis ein Urteil beschlossen wird. Im Moment jedoch, dürfen sie keine weiteren Auskünfte geben, um das Wohl der Minderjährigen zu schützen.

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