Türkisch in 7 Tagen - Tag 2

12. August 2016

Türkisch in 7 Tagen zu lernen ist unmöglich? Gestern habe ich angefangen, eine neue Sprache zu lernen. Die Schwierigkeiten ließen nicht lange auf sich warten. Heute ist der 2. Lerntag – mit neuen Herausforderungen und Höhepunkten.

Bücher oder Online?

Ich kombiniere meine Lektüre (da ich aus Büchern grundsätzlich besser lernen kann) heute mit einigen Youtube-Videos. In erster Linie nicht, weil diese sehr informativ sind, sondern weil der Macher dieses Videos eine sehr … nennen wir es „interessante“ Art hat, zu unterrichten. Man fragt sich als Zuschauer oft: Schläft er jetzt während des Redens ein? Ist er schon eingeschlafen? Na gut, ich gebe zu, ganz so schlimm ist es nicht. Und es gibt auch genug andere Türkisch-Videos auf Youtube. Aber für diejenigen, denen so eine schriftliche Lektion zu schnell geht, ist das genau das Richtige.

Die Zeit läuft

Ich habe zwei Probleme. Meine erste Hürde ist die Zeit. 7 Tage sind jetzt doch nicht die Welt, bin ich heute draufgekommen (no na). Noch so viel zu tun und nur so wenige Stunden. Aus „Türkisch in 30 Tagen“ wird „Türkisch in einer Woche“. Speedy Gonzales-like. Das ist ja im Grunde nichts Schlechtes, aber man darf durch den zeitlichen Druck nicht die Freude am Lernen verlieren. Es soll ja in erster Linie Spaß machen! Mein zweites Problem ist, dass die Lernmethoden, mit denen ich bisher immer gelernt habe, nicht funktionieren. Wenn ich mir portugiesische Wörter auf Karteikärtchen schrieb, die ich teilweise schon aus dem Spanischen kannte, war das überhaupt kein Problem. Manchmal habe ich sie mir sogar schon vom Aufschreiben gemerkt. Dann habe ich mir die Wörter noch drei Mal durchgelesen und sie waren in meinem Kopf. Mit Türkisch habe ich das auch versucht. Kärtchen vollgeschrieben. Einmal durchgelesen. Dann noch einmal. Und noch zehn Mal. Immer wieder laut vorgesagt. Erstes Kärtchen weggelegt. Zweites Kärtchen hergenommen. Alle Wörter vom ersten Kärtchen wieder vergessen! Alles klar! Es muss also eine andere Lernmethode her.

Lerntipp #2

Deswegen habe ich heute vor allem den 2. Lerntipp von Babbel beherzigt: Auch passives Lernen ist effektiv. Zugegeben: So effektiv kann es dann doch nicht sein, sonst müsste ich mittlerweile schon Türkisch-Experte sein. :P Aber in Kombination mit den richtigen Initiativen kann schon etwas Gutes dabei herauskommen. Ich habe zum Beispiel unsere ganze WG mit beschrifteten Post-Its dekoriert. So tue ich zwar nichts Gutes für die Umwelt, aber für mein Gedächtnis. Und meine Mitbewohner können auch gleich mitlernen, also Win-Win! (PS: Sie wissen bis jetzt noch nichts von ihrem Glück. Ich bin gespannt, wie sie reagieren, wenn sie nach Hause kommen.)

Post-Its; Vokabeln; Türkisch

Außerdem habe ich mir ganz ganz viele türkische Lieder heruntergeladen (auf legalem Weg versteht sich – was für eine Frage). Durch englische Lieder habe ich früher schon am effizientesten gelernt. Ich wusste zwar noch nicht, wie man nach dem Alter fragt, aber „Give me, baby, one more time“ ging immer! Also einfach mal willkürlich eine Ansammlung an türkischen Liedern herunterladen und die Texte dazu durchlesen. Es geht hier zwar primär nicht darum, wie man am Markt drei Tomaten kauft, aber auch bei Herzschmerz und Liebesballaden kann man das eine oder andere dazulernen.

Und ganz wichtig sind türkische Kinderreime. Du denkst, du bist zu alt dafür? Man ist nie zu alt, um sich spielerisch Zahlen oder Monatsnamen einzuprägen.  Grundsätzlich gilt: So lange es hilft, ist jede Methode erlaubt! Nur für den Fall, dass Döner-Essen mir auch beim Türkisch-Lernen helfen sollte (man soll ja nichts unversucht lassen), hätte ich das heute auch erledigt.

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