Typisch Perser

02. Juni 2016

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mhm
Foto: Pixabay

10 Dinge, an denen du merkst, dass du es mit einem Perser zu tun hast

 

1. Wir sind Perser, keine Iraner

Die meisten von uns bezeichnen sich als Perser. Iran klingt ja schon ziemlich hart. Das Land hat ja seinen eigenen Ruf: Atombomben, Sanktionen und so. Persien klingt dagegen schöner und weicher. Wie Teppiche, Chai und 1001 Nacht.

2. Alles kommt aus Persien

Ohne Ausnahme, alles. Egal ob Schach, die Post oder sogar Tulpen. Alkohol? Das hat ein Iraner entdeckt! Medizin? Wir sind die Pioniere! Wir waren ein Imperium! Und das reiben wir auch allen unter die Nase. Kein Wunder, wir sind ja auch das beste Volk der Welt.

3. Tanzen

Perser lieben es zu tanzen. Nicht nur in der Disco, sondern überall. Plötzlich geht dann in einem persischen Restaurant die Musik an und alle stürmen auf die Tanzfläche. Dabei wird so ziemlich jeder gezwungen mitzumachen. Doch auch im Grünen oder sogar auf einem Parkplatz schwingt man die Hüften. Hauptsache es wird getanzt. 

4. Wir übertreiben viel

Wir übertreiben immer. Egal, um was es geht. Wenn wir fünf Minuten am Supermarkt anstehen, waren das 100 Jahre. Wenn man einmal fortgeht und um drei Uhr in der Früh nach Hause kommt, ist man ein Partygirl.

5. Es gibt nur einen wahren Beruf

Einem persischen Kind wird von klein an ein Floh ins Ohr gesetzt: ,,Du musst Arzt werden.‘‘ Ohne Witz, in sämtlichen Freundschaftsbucheinträgen von mir steht als Berufswunsch: ,,Zahnärztin‘‘ oder ,,Oberärztin‘‘. Mit acht Jahren! Wenn man schon kein Arzt wird, gehen auch noch Berufe wie Ingenieur oder Anwalt. Aber wehe, wenn etwas anderes. Meine Oma versuchte mich noch mit 18 Jahren zu überzeugen, doch noch Medizin zu studieren. Kein Wunder also, dass man in so ziemlich jedem Krankenhaus in Wien mindestens einen iranischen Arzt findet.

6. Man kommt immer zu espät

Pünktliche Perser sind eine Seltenheit. Wenn man sich ausmacht, dass man sich um ein Uhr trifft, geht man um ein Uhr aus dem Haus. Manche ,,Mehmooni'', also Besuche, beginnen teilsweise erst um zehn  Uhr abends! Wenn man so etwas mit Österreichern machen würde..

7. Essen

Perser lieben Essen und haben auch (objektiv gesagt) eine der besten Küchen der Welt. Von vegetarisch bis zu Fleischgerichten, es ist alles dabei. Orientalische Gewürze, wunderbare Gerüche. Eigentlich verdient das persische Essen einen eigenen Eintrag.

8. Nasen-OPs

Der Iran ist eines der Länder mit den meisten Schönheitsoperationen. Vor allem die Nase wird dort gerne korrigiert. Nach westlichem Vorbild. Aber dafür schämen sie sich nicht. Sie gehen offen damit um und tragen das postoperative Pflaster offen auf der Straße. Dabei ist es schon egal geworden, ob Frau oder Mann.  Mindestens ein Viertel meiner Familie hat sich sicher schon unter das Messer gelegt. Ist halt dort in.

9. Stars die aus dem Iran kommen

Das ist eine der größten Obsessionen, die ich vor allem bei meinem Vater mtibekommen habe. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Star im Iran lebt, dort geboren ist oder auch nur zu ein paar Prozent persisch ist. Stellt sich mal raus, dass ein Star auf irgendeine Weise etwas mit dem Iran zu tun hat, ist es der beste Celebrity der Welt. Andre Agassi ist Iraner? Kein Wunder, dass er so gut Tennis spielt!

10. Taroof

Eine der schlimmsten ,,Verhaltensarten‘‘ in der persischen Kultur. Anders kann man es nicht wirklich beschreiben. Es bedeutet so viel wie: übertriebene Höflichkeit. Dabei gibt es unterschiedliche Arten: Wenn man einfach in ein Geschäft einkaufen geht und nach dem Preis fragt, bekommt man als Antwort: ,,Es kostet nichts, für Sie ist es gratis.‘‘ Aber der Verkäufer meint es nicht so. Er macht Taarof. Es macht nicht wirklich Sinn, aber es ist so. und irgendwie funktioniert es. Ich selber mache heute fast gar keinen Taroof mehr, aber als Kind sehr wohl. Wenn ich bei meiner besten Freundin war und ihre Eltern mir als Kind etwas zum Essen anboten, nahm ich es zuerst nicht an. Aus Höflichkeit. Dafür hungerte ich die nächsten Stunden.

Ein kleines Beispiel, wie Taroof ausarten kann: 

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